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Der Diekholzener 26.03.20

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Informationsblatt mit Mitteilungen der Gemeinde Diekholzen

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4 Der Diekholzener 26. März 2020 Goslarsche Straße 15 31134 Hildesheim Tel. 05121 / 1871 beraten – begleiten – trösten Ihr zuverlässiger Partner in Diekholzen und Umgebung. 4 Marken – 1 starker Partner! LÖRCHNER SERVICE SERVICE Bodenburger Str. 24 • 31162 Bad Salzdetfurth • (05063) 9030 Ihr erfahrener Steinmetz für Hildesheim und das Umland Große Grabmalausstellung, individuelle Beratung 31188 Holle, Bahnhofstr. 11, Tel. 05062 528, Fax 05062 1007 www.Steinmetz-czaikowski.de mail: czaikowski-gmbh@t-online.de AUS TR GER Austräger (m/w/d) für Teilgebiete in Diekholzen gesucht. EINFACH ANRUFEN BEI: Martina Claus (Vertrieb) Tel.: 05172 / 9492540 oder per Mail an martina.claus@gleitz-online.de Kreisfeuerwehrverband Hildesheim zieht bei Verbandsversammlung positive Bilanz: Blauröcke trotzen dem Coronavirus Hildesheim (r). Schon bei seiner Begrüßung machte Kreisbrandmeister Josef Franke bei der Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Hildesheim (KFV) in der „Robert-Bosch- Kantine“ deutlich, dass man sich im Vorfeld mit Rücksicht auf dem Coronavirus Gedanken gemacht habe, ob die Versammlung stattfinde. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt habe man sich entschlossen, sie doch durchzuführen. Die Leiterin des Amtes, Dr. Katharina Hüppe, gab den knapp 400 Delegierten anschließend Tipps, wie man sich privat und auch dienstlich verhalten sollte. In ganz Niedersachsen inzwischen viele festgestellte Infektionsfälle. Es gäbe sicher Grund zur Besorgnis aber auch nicht zur Panik. „Ich selbst bin erkältet, habe aber kein Corona“, entschuldigte sie dann ihre angebrochene Stimme. Der Feuerwehr Musikzug aus Föhrste/Alfeld hatte die Blauröcke aus dem Kreis unter der Leitung von Marcus Müller mit flotter Musik begrüßt. Grußworte überbrachten der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Westphal, die drei SPD-Landtagsabgeordneten Bernd Lynack, Markus Brinkmann und Volker Senftleben, die stellvertretende Landrätin Waltraud Friedemann sowie der Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim, Uwe Ippensen. In seinem Bericht ging Franke kurz auf die 1.314 Brandeinsätze, 2.868 technischen Hilfeleis tungen und 58.719 Rettungsdienste im zurückliegenden Jahr in Stadt und Landkreis ein. Das seien im Schnitt nicht weniger als 179 Einsätze pro Tag, so Franke. Dabei hätten die Feuerwehren wieder einmal ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Besonders die lange Trockenheit im vergangenen Sommer und die damit verbundenen Flächenbrände sowie die Umstrukturierung der Alarmund Ausrückverordnung habe die Arbeit wesentlich geprägt. In Zusammenarbeit mit der Stadt und dem THW Elze sei es gelungen, eine Ausbildungsstätte für Deichbauten und Sandsackverbau bei den Hochwasserereignissen zu schaffen. Die Brandschutzerzieher, so Franke, hätten 1.100 Stunden in Kindergärten, Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung neben ihren normalen Diens ten geleistet. Erschreckend sei jedoch, dass viele Erzieher und Lehrkräfte denken würden, dass die Feuerwehr jederzeit abrufbar sei. Mit 108 Jugendfeuerwehren und 74 Kinderfeuerwehren sei man auf Landesebene Spitze. Franke bedankte sich besonders bei der Kreisjugendfeuerwehrwartin Anne Grützner, die im Kontakt mit den örtlichen Feuerwehren hervorragende Arbeit leiste. Kreisstabführer Thomas Gerberding vermeldete, dass im Landkreis 31 Musik und Spielmannszüge der Feuerwehren mit rund 1.200 Musikern aktiv seien. Kassenwart Andre Ceglarek vermeldete der Versammlung eine ausgeglichene Kassenlage. Einstimmig wurden Peter Notka, Alfred Scheider und Jürgen Stoffen für den geschäftsführenden Vorstand bestätigt. Für den Gesamtvorstand wurden Frank Kiene, Thorsten Plötze, Thomas Paul, Thorsten Pietschmann und Jan Riechelmann gewählt. Dann nahm der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Karl- Josef Franke und Karl-Heinz Banse ehrten Axel Witte mit der Feuerwehr-Ehrenmedaille (von links). Heinz Banse hohe Ehrungen von Führungskräften vor, die sich im Besonderen um das Feuerlöschwesen verdient gemacht haben. Mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold wurden Siegmund Schön aus Bodenburg und Markus Peisker (Groß Lobke) ausgezeichnet. Peisker wurde anschließend noch zum Ehrenmitglied des KFV ernannt. Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber erhielten Thomas Friebel (Emmerke), Friedrich Ulrich (Sarstedt), Thomas Ohlendorf (Söhre), Bernd Scharlemann (Holle), Bernd Rodemann (Oedelum), Edgar Lüders (Eimsen), Thomas Probst (Limmer), Christian Bolm (Wehrstedt) und Dirk Blume (Bornum). Mit der Deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille zeichnete er zum Schluss noch Schellertens Bürgermeister Axel Witte aus, der sich, so Kreisbrandmeister Franke, als Vorsitzender des Arbeitskreises Feuerwehren der Kommunen auf Kreisebene sehr um die Belange der Freiwilligen Feuerwehren kümmere. Text und Fotos: Hans-Theo Wiechens Kreisbrandmeister Josef Franke und der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Karl-Heinz Banse (von links) mit den geehrten Feuerwehrführungskräften. Entscheiden ist einfach. In Hönze war das Ziel des Fördervereins der Pfadfinder aus Diekholzen: Winterwanderung ohne Schnee sparkasse-hgp.de/entscheiden Weil die Sparkasse verantwortungsvoll mit einem Kredit helfen kann. Sparkassen-Autokredit. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin unter: 05121 871-0 Gut gelaunte Wandergruppe unterwegs auf dem Weg nach Hönze. Diekholzen (r). Die Winterwanderung des Fördervereins der Pfadfinder aus Diekholzen fand ohne Schnee bei kühlem Wetter. statt. Wie bei allen Veranstaltungen des Fördervereins konnten natürlich auch Gäste und Freunde der Pfadfinderschaft teilnehmen, jedoch war eine vorherige Anmeldung notwendig. Treffen war um 14 Uhr an der Grundschule Diekholzen und relativ pünktlich ging es in Richtung Diekhölzer Südwald. Bei einem Stopp am „Schwedenhaus“, stießen noch weitere Personen zur Wandergruppe, die jetzt rund 25 Personen umfasste. Der Weg nach Hönze führte durch den Hildesheimer Wald direkt zum Landgasthof „Hönzer Eck“. Nach den starken Regenfällen der letzten Tage waren einige Wege nur mit „Gummistiefel“ passierbar, daher musste die Wegeführung spontan variiert werden, trotzdem waren alle gut gelaunt. Am Zielort ist die Gruppe dann auf über 60 Personen angewachsen und es gab ein vorbestelltes „Entenessen“ bzw. Alternativgerichte. Das Team um Wirt Wolfgang Lechner hat uns wieder sehr gut versorgt und alle Teilnehmer waren sehr zufrieden. In einer kurzen Ansprache informierte der 1. Vorsitzende des Fördervereins Christoph Glados über die nächsten geplanten Aktivitäten, die auf der Webseite www.dpsgdiekholzen.de nachgelesen werden können. Mittels mitgeführten Bus und diverser Pkw erfolgte die Heimfahrt nach Diekholzen. Bernd Sporleder

26. März 2020 Der Diekholzener 5 Comedian Ingo Appelt gastierte kurz vor dem allgemeinenVeranstaltungsverbot als „Staats-Trainer“ im Hildesheimer Audimax: „Sprecht miteinander – sonst machen es Alexa und Siri!“ Von Marcel Giffey / Fotos: Clemens Heidrich Hildesheim. Witze weit unter der Gürtellinie sowie derber Männerhumor – vor mehr als 25 Jahren machten sie Ingo Appelt im ganzen Land bekannt. Das Klischee begleitet ihn noch immer: „Aber ich habe mich gewandelt“, behauptet der Comedian heute. Sein Auftrag? Deutschland mit einem Geheimrezept aus der allgemeinen Depression führen. Dafür analysiert er nicht nur Politik und Gesellschaft, sondern stellt sich zudem demonstrativ auf die Seite der Frauen. Mit seinem Programm „Der Staats-Trainer“ sorgte Ingo Appelt nun für ausgiebige Lachsalven im Hildesheimer Audimax. Provokation gleich zu Beginn: „Ihr seid ja leichtsinnig, dass ihr überhaupt noch rausgeht“, spielte der 52-Jährige mit deutlich ironischem Unterton auf die Verbreitung des COVID-19 an. Zwei seiner Auftritte hätten die Veranstalter bereits abgesagt. „Aber diese Corona-Verbote sind ja irgendwie auch eine Einschränkung demokratischer Rechte. Ich muss ja meine Meinung frei äußern, diese ganzen Menschen erfahren ja meine Meinung nicht“, empörte sich der Comedian witzelnd und erklärte: „Das finde ich kriminell.“ Doch zumindest die Hildesheimer im nahezu ausverkauften Audimax erlebten Ingo Appelt wenige Tage vor dem noch in Hochform. Warum nicht die Smartphones selbst zusammenlöten? „Es ist ja pervers, was diesen Konsum-Irrsinn anbelangt“, bezog sich der gebürtige Essener auf die häufig wechselnden Smartphones und deren Verwendung. Als Gegenmittel unterbreitete er einen unkonventionellen Vorschlag, um die Wertschätzung zu steigern: Warum nicht einfach mal Handys selbst zusammenlöten und den Strom selbst erzeugen? „Die Kinder sollen nicht mit dem E-Scooter durch die Stadt rasen, sondern mit einem kleinen Dynamo 80 km radeln, damit sie 20 Minuten whatsappen können“, forderte der Humorist – „dann radeln die auch.“ „Auf der ganzen Welt wird übertrieben“ Eine Zeit der Nazis sei unsere Gegenwart, irritierte Appelt sein Publikum. Damit jedoch meinte er nicht etwa, dass rassistische Ideologen die Mehrheit im Land bildeten. Vielmehr unterschied er beispielsweise Öko- sowie Fitnessnazis – und verwendete den Begriff folglich so, wie es im Englischen schon lange zur Gewohnheit geworden ist, als anderes Wort für Fanatiker. „Ich weiß nicht, ob es euch schonmal aufgefallen ist, aber auf der ganzen Welt wird übertrieben“, bewertete er dementsprechend die globale Lage. „Wegen Unterforderung des Geschlechts wählen wir alle rechts“ Undurchdachter Hass grassiere auf der Welt, ganz getreu dem Motto: „Hasste was, biste was.“ Urheber seien zumeist nicht etwa die Frauen: „Wir haben überall frustrierte Männer, die sich denken: Wir wollen wieder wichtig sein“, behauptete der Comedian. Warum gerade in den neuen Bundesländern fremdenfeindliche Themen Unterstützer finden, resultiere aus den Problemen der Nachwendezeit: „Wir haben da jetzt einen Männerüberschuss. Wegen Unterforderung des Geschlechts, wählen wir alle rechts“, reimte der einstige Star von „RTL Samstag Nacht“ und animierte sein Publikum zu lautstarkem Gelächter. Feindseligkeit ziele nicht zuletzt auf Politiker, es mangele an Respekt: „Würde mein Sohn in die Politik gehen und meine Tochter auf den Strich, hieße es doch gleich: Zumindest aus dem Nach seinem Gastspiel in Hildesheim durfte Appelt am Tag darauf noch in Bielefeld auftreten. Dann wurde die Tournee aufgrund der coronabedingten Einschränkungen abgebrochen. PRÄSENTIERT VON: „Männer müssen zu Dienstleistern der Frauen werden“, forderte Ingo Appelt im Audimax. Der Comedian stand rund drei Stunden auf der Bühne und unterhielt das Publikum allerbestens. Mädchen ist etwas geworden“, blödelte der Comedian. Auswirkungen dieser Entwicklung spüre er auch in seinem Job: „Früher habe ich noch 28 Politiker parodiert.“ Eine kleine Auswahl sei aber geblieben, amüsante Kostproben für das Hildesheimer Publikum inbegriffen – darunter die Bundeskanzlerin: „Früher habe ich immer gesagt, Angela Merkel steht das Elend dieses Landes ins Gesicht geschrieben“, sorgte er für Lacher. „Heute sehe ich es positiv: Wenn man sie auf den Kopf stellt, sieht es aus, als wenn sie lächelt.“ Unter johlendem Lachen durften natürlich auch brillante Parodien Herbert Grönemeyers nicht fehlen. So sehr ihn sein Publikum für derartige Persiflagen liebt, so sehr brachten sie ihn bereits in Bedrängnis: „Beim Musikpreis ECHO habe ich mich auf der Bühne mal bei Peter Maffay dafür entschuldigt, dass ihn immer alle rumänische Wanderwarze nennen“, erzählte der Ruhrpott-Komiker. Hinter der Bühne sei der Rockmusiker zu ihm gekommen: „Da hatte ich schon Respekt. Der ist gut trainiert und Rumäne. Man kennt es ja vom Spargelfeld, im Abstechen sind sie schnell, da muss man vorsichtig sein.“ „Frauen wollen vergöttert werden“ Mit einem Rundumschlag setzte Ingo Appelt zu seiner Hauptmission als Staats-Trainer an. „Meine Artgenossen sind mir so peinlich“, empörte sich der Entertainer und appellierte an die Hildesheimer Männer: „Wir müssen besser werden.“ Schließlich bräuchten Frauen das männliche Geschlecht nicht mehr zwingend. Dementsprechend wolle er einen neuen Sinn im Leben aufzeigen: „Das ist die Erziehung hin zum Dienstleister der Frauen.“ Pointiert stellte Appelt fest: „Frauen wollen vergöttert werden.“ „Nicht gemeckert ist genug geliebt“ Natürlich hatte der Staats-Trainer einige Regeln parat, die ein erfolgreicher Dienstleister der Frau befolgen müsse. Lektion 1: Seid witzig! „Es wird ja bei Umfragen immer gesagt, dass Männer Humor haben sollen“, erklärte der Comedian und folgerte: „Was müssen reiche Männer lustig sein.“ Faktisch müsse ein Mann aber beides haben, Geld und Humor: „Denn er muss ja noch lachen können, wenn sie das Geld ausgibt.“ Lektion 2: Zeigt Emotionen! „Männer leben so nach dem Motto: Nicht gemeckert ist genug geliebt“, mokierte sich der 52-Jährige und warf seinem männlichen Publikum vor: „Ihr seid emotionale Minderdienstleister.“ Lektion 3: Sprecht miteinander! „Andernfalls“, so witzelte Appelt, „machen es Alexa und Siri.“ Matscheier als Männer der Zukunft Letztlich liebten Frauen Gegensätze: „Ein Macho soll er sein, doch gleichzeitig auch ein Weichei“, resümierte der TV- Star und schuf dafür einen neuen Begriff: „Ein Matschei eben, das beschreibt das Gegenprogramm zu Erdogan, Trump und Putin. Das beschreibt die Männlichkeit der Zukunft.“ Deutlich später als geplant, verabschiedete sich Ingo Appelt nach drei Stunden am E-Piano von seinem Publikum. Bekanntlich nicht erst seit heute scheiden sich die Geister an seiner Comedy. Tatsächlich präsentierte sich der Entertainer allerdings nicht mehr derart provokativ auf das Thema Sex fixiert, wie noch lange nach Beginn seiner Karriere. Zwar bleibt Humor Geschmackssache, doch wer Appelts Show sieht, dürfte wissen, worauf er sich einlässt. So auch das Hildesheimer Publikum – und es wirkte begeistert. Anders lassen sich die ausgiebigen Lachsalven und langwährender Applaus wohl kaum deuten. In Ihrer Region zu Hause! MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG VON Heizung · Sanitär · Solar · Biomasse JÖRG BOKELMANN www.bokelmann-shk.de Kompetenz vor Ort Holle • Hildesheim

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