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Giesener Gemeindebote 26.11.20

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Peine (r). Im Dezember beschließt die Verbandsversammlung nicht nur den neuen Wirtschaftsplan, sie wählt auch den höchsten gestalterischen Posten des Wasserverbands Peine neu. Nach drei Amtszeiten gibt Hans- Hermann Baas die Leitung des Verbands an die nächste Generation weiter. „Wir haben Hans- Hermann Baas in all den Jahren als unermüdlichen, engagierten Kommunalpolitiker erlebt, für den Wasser ein Herzensthema ist. Er hat wichtige Weichen gestellt – für unseren Verband und damit auch für die Region und den ländlichen Raum“, würdigt Geschäftsführer Olaf Schröder das Wirken des langjährigen Vorstehers Baas. Anfang 2002 hatte Baas das Amt des Verbandsvorstehers von Willy Boß übernommen. Seit 1991 war er bereits im Vorstand aktiv, 2020 markiert das 30-jährige Jubiläum seiner Vorstandstätigkeit. „Der Wasserverband Peine feierte 2002 sein 50-jähriges Jubiläum. Diese Erfolgsgeschichte wollte ich mit viel Elan und neuen Konzeptideen in dieser verantwortungsvollen Position als Vorsteher aktiv fortschreiben“, beschreibt Baas seine Motivation zur Kandidatur. Das sei in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den jeweiligen Geschäftsführern und dem Vorstand gelungen, blickt Baas nach drei sechsjährigen Amtszeiten zufrieden zurück: „Der Wasserverband Peine ist ein gefragter Partner, seine Kompetenz und seine nachhaltigen Hans-Hermann Baas übergibt Verbandsvorsteher-Amt im Dezember / 18 Jahre an der Spitze des Wasserverbands Peine: „Ein unermüdlich Engagierter für das Wasser. Er hat wichtige Weichen für die Region gestellt.“ Konzepte finden Anklang, in der Region sowie landes- und auch bundesweit, wie zuletzt das Abwasser Solidarmodell oder die Hochwasser-Partnerschaften gezeigt haben“, so Baas. „Das war eine gute Teamleistung, die sich sicherlich auch unter dem neuen Verbandsvorsteher fortsetzen wird.“ Verbandsmodell, nachhaltige Konzepte und engagiertes Team – die Erfolgsschlüssel Die interkommunale Zusammenarbeit unter dem Dach eines Wasserverbands ist für Baas ein Erfolgsmodell, das gerade auch zur positiven Entwicklung des ländlichen Raums beitragen kann. „Gemeinsam stark und solidarisch – so habe ich den Verband immer gesehen. Für Gute Zusammenarbeit im Dienst der kommunalen Wasserversorgung: Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas (links) und Geschäftsführer Olaf Schröder im Wasserwerk. April 2005 – Vorsteher Hans-Hermann Baas (links) am Rande einer Podiumsdiskussion mit Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker in Peine. dieses Modell habe ich geworben. Es verbindet Versorgungssicherheit und demokratische Mitbestimmung, das ist herausragend.“ Deshalb habe Baas sich auch gleich zu Beginn seiner Amtszeit für die Aufnahme neuer Mitgliedskommunen und damit für die Expansion des Verbands in der Fläche eingesetzt: 2003 wurden die beiden im niedersächsischen Süden gelegenen Kommunen Dransfeld und Staufenberg aufgenommen, mittlerweile betreut der Verband auch zwei Kommunen in Nordhessen bei der Abwasserbeseitigung. „Unsere nachhaltige Investitionsstrategie und unsere breit aufgestellte Kompetenz im Trink- wie im Abwasserbereich überzeugen. Wir bauen unsere Stärken und unsere Aktionsfelder entsprechend weiter aus, wie zuletzt im Hochwasserschutz.“ 2010 hatten die beiden langjährigen Mitglieder Baddeckenstedt und Lutter am Barenberge Hochwasserschutz-Aufgaben auf den Verband übertragen. Seitdem wurden die integrierten Hochwasserschutzkonzepte, ein weiterer Erfolgsbaustein des Verbands aus Peine, mit der Flussgebietspartnerschaft an Oker und Innerste und dem jüngsten Hochwasserschutz- Projekt an Fuhse, Aue und Erse weiter ausgebaut. „Unser Konzept und die Flussgebietspartnerschaft an Oker und Innerste war die Blaupause, nach der andere Projekte in Niedersachsen aufgebaut wurden. Darauf sind wir stolz“, betont Baas. Stolz ist der langjährige Verbandsvorsteher auch auf die gut geschulten Fachkräfte, die den Verband ausmachen: „Unsere Mitarbeiter sind mit Elan und viel Einsatz rund um die Uhr aktiv, nicht nur in Ausnahmefällen wie Hochwasser, sondern verlässlich 365 Tage im Jahr. Auf sie war und ist Verlass. Sie sind der Erfolgsmotor unseres Verbands“, betont Baas. Der Verband bilde gezielt junge Fachkräfte in drei Berufen aus – und das über Bedarf. „Für uns ist das Teil unseres gesellschaftlichen Engagements für die Region.“ Langfristig nachhaltige Konzepte von A wie Abwasser Solidar bis H wie Harzwasser Das im Trinkwasser erfolgreiche Solidarmodell wollte der Verband gern auch für den Abwasser-Bereich nutzbar machen. 2017 waren die Rahmenbedingungen gegeben, Geschäftsführer Schröder entwickelte gemeinsam mit einem Arbeitskreis auf Vorstandsebene das Konzept in dieser dritten Amtszeit des Vorstehers Baas. „2019 konnten wir dann dieses Abwasser Solidarmodell mit zehn Mitgliedskommunen in Südostniedersachsen in die fünfjährige Integrationsphase starten, ein schöner Erfolg“, erläutert Baas. Genauso wie die erfolgreiche Umstellung des mittleren Verbandsgebiets auf Harzwasser, dem größten Trinkwasser-Investitionsprojekt in Höhe von 30 Millionen Euro. Im Dezember 2008 konnten die ersten vier Ortschaften auf Harzwasser umgestellt werden, im Januar 2014 erfolgte der Abschluss. Dazwischen lag der Bau von 55 Kilometern Transportleitung und dem größten Wasserbehälter des Verbands. „Dieses Harzwasser-Projekt ist ein herausragendes Beispiel, wie wir uns mit unserem Verband für die bestmöglichen regionalen Wasserversorgungskonzepte engagieren“, führt Baas aus. Das 30-jährige Jubiläum des Wasserwerks Wehnsen im September 2019 war für den Vorsteher ein weiteres dieser Beispiele für passgenaue, nachhaltige Versorgungskonzepte, für die der Wasserverband Peine steht. „Wasser ist kein Gut wie jedes andere – es gehört weiter in kommunale Hand“ Baas war und ist ein überzeugter Streiter für die Gemeinwohlorientierung der Wasserwirtschaft und die Wasserversorgung in öffentlicher Hand zu erhalten. Die Versprechen, die mit der Privatisierung kommunaler Anlagen verbunden worden waren, seien bitter enttäuscht worden, so sein Fazit. „Wasser ist kein Gut wie jedes andere. Die sichere Versorgung aller Bürger muss im Vordergrund stehen, - Anzeige - Juli 2011 im Gespräch beim Besuch von Sigmar Gabriel an der Baustelle des Wasserbehälters Bereler Ries, wichtiger Baustein im Harzwasser-Projekt. nicht der Profit von Anlegern. Wasser gehört weiter in kommunale Hand. Dafür habe ich mich auch in den letzten Jahren immer wieder als Verbandsvorsteher und als Vizepräsident der in Berlin ansässigen Allianz der öffentlichen Wasserversorgung (AöW) in der politischen Debatte auf Landes,- Bundesund Europaebene eingebracht. Wir müssen weiter offensiv für das Erfolgsmodell öffentlichrechtlich organisierter Daseinsvorsorge werben“, fasst Baas seine Erfahrungen und seine klare Position zusammen. Im Dialog mit der Politik, wie hier April 2018 beim Besuch vom niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies beim Verband in Peine, der mit dem Vorstand Konzepte diskutierte.

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