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Ilseder Nachrichten 30.09.20

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Amtliches Mitteilungsblatt der Gemeinde Ilsede

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- Anzeige - Kinder * Einwohner * Eltern * Freundschaften * Leben Schule im Ort! Der richtige und wichtige Platz für unsere Kinder! Woher kommt der Zwang zu einer Zentralschule, wie es Ihnen die Gemeinde verkaufen möchte? Sinken in den Ortschaften die Kinderzahlen? Nein, keineswegs. Hierdurch gibt es keinen Grund, die Schulen zusammenzulegen. Steht dies im Koalitionsvertrag der niedersächsischen Landesregierung? Nein! Dort steht wörtlich: Gerade für Grundschülerinnen und Grundschüler muss das Prinzip „Kurze Wege für kurze Beine“ weiter gelten. Zitatende. Eindeutiger geht es wohl kaum. Steht dies im Schulgesetz? Nein! Dort steht (dies ist auch in der sogenannten Beschlussvorlage hervor gehoben): Ein Bildungsangebot zu machen, das 1) den traditionellen Bildungsauftrag erfüllt, indem es Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt. Hierzu: Egal ob in einer oder in drei Grundschulen, die Lehreranzahl ist gleich. Unsere Lehrkräfte erfüllen diesen Auftrag täglich mit Engagement und Freude. Dieses ist in allen drei Grundschulen so und bleibt auch so. 2) Kinder dazu befähigt, verantwortlich das soziale, wirtschaftliche, politische und kulturelle Leben in unserer Gesellschaft mit zu tragen. Gerade hierbei ist es optimal, wenn die Kinder mitten in unserer Gesellschaft, mitten in unseren Strukturen beschult werden! 3) Und sich am Bedarf der Eltern orientiert! Bitte den Satz auf der Zunge zergehen lassen: da steht „Am Bedarf der Eltern orientiert!“ - Wo sind die Eltern, die ihre Kinder in einen Bus stecken möchten, damit diese in einer Groß-Grundschule beschult werden? Wie viele Demonstrationen müssen wir noch veranstalten, damit alle verstehen, dass die Eltern und die Bevölkerung hinter ihren Schulen steht! - Welche Partei hat auf Ihrer Agenda stehen, wir schließen drei kleine Grundschulen und bauen eine neue Groß-Grundschule? Es hat niemand gefordert, drei kleine Orts-Grundschulen zu schließen und neu zu bauen, niemand. Zentralisierung als Vorteil? Generell: Ist denn die Zentralisierung aller Aufgaben der Gemeinde sinnvoll? Wir sehen am Beispiel der Gemeinde Hohenhameln, in der alles im Kernort zentralisiert wurde, dass aus den Dörfern ringsum reine Schlafdörfer werden: Vereine kämpfen mit Nachwuchssorgen, Geschäfte siedeln sich nicht mehr an. Ist dies die Zukunft, die uns die gewählten Ratsmitglieder wünschen? Was zeigt uns die aktuelle Krise? Gerade aktuell in der Corona-Krise sind die Eltern froh, dass ihre Kinder nicht in eine zentrale Großschule mit mehreren hunderten Kindern müssen! Sie sind froh, dass ihre Kinder in den überschaubaren Klassenverbänden zusammenkommen! Hier zeigt sich der gesamte auf der Hand liegende Vorteil in seiner vollen Blüte: In ihrem Freundeskreis gehen sie zur Schule, danach spielen sie in diesem Freundeskreis zusammen, nutzen in diesem Freundeskreis das örtliche Sportangebot. Falls dies nicht deutlich genug ist, laden wir die Ratsfrauen und -herren gerne ein und zeigen ihnen, wie schön diese heile Welt ist und warum man sie nicht ohne Not zerstören darf! Ökologischer Fußabdruck Strohpuppen der CDU Adenstedt Die Gemeinde möchte, dass jeden Tag Busse die Kinder aus Adenstedt und Groß Lafferde nach Gadenstedt bringen sollen. Die Busse müssen jeweils 3 mal hin und zurück fahren. Bei 2 Orten und einer Entfernung von jeweils 5 km sind dies am Tag 60 km! Im Jahr stattliche 12.000 km Busfahrt. Eine völlig unnötige Emission von 7 Tonnen CO2 pro Jahr. Das kann keiner wollen! Die Buskosten (jährlich immerhin mind. 40.000,– €) werden vom Landkreis direkt über die Kreisumlage den Gemeinden belastet und schmälern dauerhaft die Ausgabemöglichkeiten unserer Gemeinde. Bereits jetzt ist die Kreisumlage zu hoch und eine extreme Belastung für den Gemeindehaushalt. Politiker aller Parteien fordern immer wieder eine Senkung der Umlage und wollen aber gleichzeitig mit einer Zentralschule eine direkte enorme Erhöhung beschließen. Wo ist da die Logik?

- Anzeige - Zeitverlust der Kinder Die Kinder, die mit dem Bus fahren, verlieren pro Tag eine ganze Stunde Zeit, die sie auch für Spielen, Hausaufgaben, Sport und im Kreise ihrer Familie verbringen können. Man muss sich einfach mal bewusst machen: das 200 Stunden Zeit pro Kind verloren gehen. Das sind in vier Jahren insgesamt 800 Stunden verlorene Freizeit. Ohne Grund, ohne Vorteil, ohne Not, gegen den Willen der Eltern. Wer möchte das? Flächenversiegelung Grundschule Adenstedt Alternativen oder andere Lösungsansätze Dem Bürger, der nicht soweit im Thema ist, wird häufig vorgespielt, der Neubau einer Zentralgroßschule wäre die unausweichliche Lösung in der Schullandschaft. Aber dem ist wahrlich nicht so. Es ist lediglich die für die Gemeinde Ilsede am einfachsten umzusetzende Lösung. Es gibt unzählige kreative, teilweise sehr einfach umzusetzende Vorschläge. Zum Beispiel haben die Ortsräte aus Solschen und Adenstedt vorgeschlagen, die Kinder aus Solschen mit in Adenstedt zu beschulen. Damit würde die Grundschule Löwenburg in Ölsburg entlastet und Adenstedt / Gadenstedt gewinnt durch zusätzliche Kinder eine Konrektorenstelle. Abgelehnt … Ist der Neubau ökologisch? Nein! Mit dem Neubau wird eine Fläche von ca. 5.000 m² versiegelt. Die Erweiterung der noch nicht für solch eine tägliche Belastung ausgebauten Feldstraße, die für Busverkehr völlig ungeeignet ist, noch nicht mitgerechnet. Ein Plus für den Erhalt der drei Grundschulen. Ist Ihnen als Bürger bewusst, was diese Ratsentscheidung für Sie persönlich und Ihr Grundstück bedeutet? Um es vorweg zu nehmen: Ihr Grundstück verliert massiv an Wert. Der Lagefaktor nimmt ab, weil junge Familien als potentielle Käufer gebrauchter Häuser ohne Schule im Ort wesentlich schlechtere Bedingungen für ihren zukünftigen Wohnort vorfinden! Die Schule im Ort ist für junge Familien ein entscheidender Standortfaktor! Schätzungen von Immobilienfachleuten liegen zwischen 6 und 8 % Abzug auf den Grundstückswert, wenn ein Ort seine Schule verliert. Ihr Haus mit Grundstück mit einem angenommenen Wert von 250.000,– € verliert dadurch 20.000,– €. Allein in den Ortschaften Adenstedt und Groß Lafferde wohnen mehr als 20 % der Einwohner der Gemeinde Ilsede. Bei ca. 1.000 Grundstücken in diesen Orten vernichtet eine Ratsentscheidung für eine Zentralschule einen Wert von rund 20 Millionen Euro! Wer möchte das? Sprechen Sie Ihr Ratsmitglied an, dem Sie bei der letzten Kommunalwahl Ihre Stimme gegeben haben. Was kostet denn nun wirklich ein Neubau insgesamt? Grundschule Groß Lafferde - Laut der vorgelegten Beschlussvorlage kostet der Neubau einer dreizügigen Grundschule in Gadenstedt inklusive Turnhalle 14.400.000,00 €. - Die Verwaltung schreibt in der Vorlage, dass ein passendes Grundstück in Gadenstedt im Gemeindeeigentum ist, wenn wir aber alle mal ehrlich sind, dann geht das Grundstück, somit aus vorhandenen Tausch- oder Verkaufsflächen heraus, somit verlieren wir Geld im Gemeindehaushalt von 1 Million €. - Fahrtkosten der Kinder, hier sieht die Vorlage der Verwaltung 39.000,00 € im Jahr vor. Innerhalb der Abschreibungsfrist von 90 Jahren entstehen Fahrtkosten von mehreren Millionen €. - Nachnutzung der 3 alten Grundschulen Adenstedt, Gadenstedt und Groß Lafferde: Laut Vorlage sollen in allen 3 Ortschaften diese Gebäude „nachgenutzt“ werden z. B. für Kleinbetriebe, als Dorfgemeinschaftshaus, Jugendraum, Sitzungsräumlichkeiten, Heimatstube usw. Wie es die Verwaltung beschreibt, sind die drei Grundschulen zumindest teilsanierungsbedürftig, hier entstehen zusätzlich ca. 1,5 Mio. Euro pro Gebäude, in Summe = 4.500.000,00 €. - Was evtl. noch in der Vorlage fehlt, ist die Zuwegung und der Buswendeplatz. In der Feldstraße passen 2 Busse nicht nebeneinander, dieses bedeutet, dass hier auch noch viel Geld in die Hand genommen werden muss. Die Straßenausbaukosten können den Anwohnern nicht allein aufgedrückt werden. Erfahrungsgemäß liegen sie bei dieser Straße bei rund 1 Million €. Mehrwert der Renovierung Grundschule Gadenstedt Die Renovierung der drei Schulen ist notwendig. Unbestritten! Fairerweise muss man aber auch sagen, dass von der derzeitigen Gemeinde Ilsede und in Lahstedt über Jahrzehnte keinerlei Gelder investiert wurden. In der Gemeinde Lahstedt stand jahrelang die Eigenentschuldung im Fokus, jeder Cent wurde 2 × umgedreht. Dies bedeutet: Auch mit einer Zentralschule muss die Gemeinde die Gebäude renovieren, um sie den Ortschaften zur weiteren gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung zu stellen. Dieses Geld wurde von der Gemeinde nirgends erwähnt oder kalkuliert. Gerade bei diesem Punkt ist die Renovierung der bestehenden Schulen eine Win-Win-Situation! Die Ortsgemeinschaft kann nicht nur die Kinder weiterhin im Ort zu Fuß zur Schule schicken, sondern es lassen sich auch zu ergänzenden Räume wie eine Mensa bzw. der Raum für die Essensausgabe so gestalten, dass sie für Vereine, das Rote Kreuz, den Spielmannszug und noch viele andere, die zur Dorfgemeinschaft gehören, sehr gut nutzbar sind. Hierfür gibt es tolle Beispiele in vielen anderen Orten! - Zusammen gerechnet, alle Kosten für einen Neubau inkl. Grundschule a) Neubau: 14.400.000,00 € b) Grundstück: 750.000,00 € c) Fahrtkosten: 3.510.000,00 € d) Ertüchtigung aller alten Schulen: 4.500.000,00 € e) Zuwegung: 1.000.000,00 € f) Einrichtungsgegenstände 600.000,00 € g) Gesamtkosten: 24.760.000,00 € Die Altbausanierung inklusiv der nicht unbedingt erforderlichen Anbauten soll nach Vorlage der Verwaltung 21.459.400,00 € kosten. Man muss aber nicht wirklich jeden Stein umdrehen. Es stellt kein Problem dar, mit dem einen oder anderen Kompromiss leben zu können. Gehen wir realistisch von ca. 15 bis 17 Millionen € aus. Die Kosten des Neubaus Grundschule inkl. Turnhalle mit allen erforderlichen Nebenkosten sind 25 Millionen €. Der Neubau kostet also 7 bis 9 Millionen Euro mehr! Elternvertreter Cord Pape, CDU Adenstedt, Ortsbürgermeister Adenstedt – Karsten Könnecker

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